THIRTY FINGERS

Klassik? Anders!

Wenn Bach groovt, Brahms swingt und Mozart plötzlich mit den Jazzlegenden abklatscht – dann ist klar: THIRTY FINGERS sind am Werk!
Drei Musiker, dreißig Finger, null Langeweile.

Mit dem Motto „Klassik? Anders!“ sprengen Flötistin Petra Erdtmann, Pianist Joe Völker und Schlagzeuger Peter Götzmann die Schubladen zwischen Barock, Klassik und Jazz.

Aus Lust am Experiment mischen sie Altbekanntes frisch auf – respektvoll, aber mit frechem Augenzwinkern.
Das klingt mal wie eine Verjüngungskur für Brahms, mal wie Bach im Club – immer überraschend, immer mitreißend, immer mit garantiert guter Laune.
THIRTY FINGERS sezieren Klassiker wie neugierige Kinder ein Spielzeug: auseinandernehmen, erforschen, neu zusammensetzen – und dabei einen Sound erschaffen, der so einzigartig ist wie ihre Besetzung.
Jahrzehntelange Bühnenerfahrung quer durch alle Stilrichtungen trifft auf Spielfreude und Neugier. Das Ergebnis? Ein Trio, das man einfach erlebt haben muss.

10 + 10 + 10 

Petra Erdtmann (Bad Kreuznach)

Die studierte Musikerin spielte schon mit Branduardi. Sie entfacht auf ihrem harmlos ausschauenden Instrument ein Feuerwerk an Farben: Lyrisch, légère, lässig, locker, lebendig, lieblich, lebhaft und leidenschaftlich. Ihre Klangvielfalt reicht von Renaissance bis Rock, von Händel bis Jethro Tull, von Mozart bis Henry Mancini.

Peter Götzmann (Karlsruhe)

Ein Routinier, dessen Wurzeln in Blues und Jazzrock liegen: Jede Epoche hat ihren eigenen Takt, und Peter Götzmanns Timing ist nicht nur der Leim, der die unterschiedlichen Stile zusammenhält, sondern gleichermaßen der Nährboden, auf dem die Melodien seiner Mitmusiker aufgehen.

Joe Völker (Mannheim)

Pianist, Arrangeur und Chordirektor. Der Mann wie ein Klavier, sonst am Nationaltheater Mannheim tätig, ist mit allen Wassermusiken gewaschen, bekennender Bach- und Jazz-Fan (was ungefähr das Gleiche ist) und verbreitet vom Flügel aus gute Laune in augenzwinkernden Arrangements und launigen Moderationen.

ZEITLOS – die CD…

können Sie HIER erwerben.

Die Rezension vom „Badischen Tagblatt“ und „Jazzpodium“ hat uns total gefreut!!!

„Klangfarben, Rhythmen und daraus resultierende Stimmungen wechseln sich nahtlos ab. Tomaso Albinonis Adagio in g-Moll fließt in hellen strahlenden Schwüngen in Pat Methenys James . Die Dave-Brubeck-Hommage Blue Rondo à la Turk mündet vom schwelgerischen Pianomonolog über zwitschernde Flötenintermezzi in Vivaldis Frühling aus den Vier Jahreszeiten . Das Bachsche Präludium swingt federnd, um sich als Samba in die dazugehörige Fuge zu grooven. Die Flötenläufe steigern sich in berückende Rasanz im berühmten Säbeltanz, während das Schlagzeug dabei bildhaft die rasselnden Säbel figuriert. Alte Melodien paaren sich friedfertig mit jungen Stilmitteln, das Ergebnis ist eine expressive klangliche und rhythmische Collage zeitlos, aber mit nachhaltiger Frischegarantie. In spannende Arrangements verpackt, eröffnen sich neue Klangwelten, die verspielt ins Ohr huschen. Quicklebendig und spritzig kommen sie daher, die musikalischen Früchte einer kongenialen Symbiose, die 2006 ihren Anfang nahm. Jeder für sich ein ausgewiesener Profi, bewegen sich die in unterschiedlichsten Projekten involvierten Vollblutmusiker mit schlafwandlerischer Sicherheit in allen Stilen und Genres. So vertraut, dynamisch, verschworen und mit allen Technikwassern gewaschen ihr Zusammenspiel, so selbstverständlich und uneitel überlassen sie sich in furiosen Soli gegenseitig das Feld. Gleichzeitig prägen ihre individuellen instrumentalen Handschriften unaufdringlich den Charakter der neu entstandenen Kreationen. Aus Petra Erdtmanns Querflöte stiebt ein vielfarbiger Funkenregen, einem klanglichen Regenbogen gleich. Dass sie neben den poetisch bis stürmisch gefärbten Klängen auch die dreckig meckernden im Stil eine Ian Anderson von Jethro Tull beherrscht, beweist sie bei Bachs Bouree. Der gebürtige Gaggenauer Peter Götzmann ist ein Blues- und Jazzrock-Schlagzeuger mit einem bestechenden Timing. Präzise wie eine Schweizer Uhr ist er der Trio-Motor, Puls und Nerv zugleich. Der Mann wie ein Klavier und am Klavier zugleich ist Joe Völker: finessenreich, spitzbübisch, ein agiles Tasten-As und stets zu einem gekonnten instrumentalen Scherz aufgelegt. Die mitreißende Spielfreude und Verständnissinnigkeit dieses Trios krönen augenzwinkernder Spielwitz und einige Überraschungen! Was Johannes Brahms und Carlos Santana verbindet? Eine Menge! Das wird im direkten Vergleich und umso mehr im Santana-Bossa Love Of My Life ersichtlich. Zum packenden Duell treten danach Klavier und Schlagzeug in Astor Piazzollas Libertango an. Die Wuth über den verlorenen Groschen bei Beethoven zieht ebenso plastisch vor dem geistigen Auge vorüber wie die Atmosphäre in dem Alten Schloss aus Mussorgskis Bilder einer Ausstellung . (Badisches Tageblatt, 17.12.12)

 

Seit Jacques Loussier weiland mit Play Bach das Reich der Klassik als Tummelplatz entdeckte und für die improvisatorische Ornamentik mit leichtem swing-Faktor eroberte, gab es jede Menge Versuche, Klassik und Jazz zu kreuzen, mal eher Jazz-affin, mal eher Klassik-treu. Was die dreißig Finger von Petra Erdtmann, fl, Joe Völker, p, und Peter Götzmann, dr, aus Material aus drei Jahrhunderten von Bach bis Mussorgsky, von Händel bis Schostakowitsch, von Beethoven bis Metheny, von Brahtns bis Piazzolla, vom barocken Frühling Antonio Vivaldis bis zum zeitgenössischen Blues Rainer Granzins formen, bleibt den ursprünglichen Kompositionen eng verbunden, kleidet diese zugleich mit sensitiver Virtuosität in Arrangements von süffiger, spritziger Zeitlosigkeit. Ob damit die Gretchenfrage beantwortet wird: „Wie hätte Bach das heute gespielt?“, kann akademisch offen bleiben angesichts der frischen Spielfreude und freundlichen Gelassenheit, die diese Musik ausstrahlt. (Jazz-Podium, 03/13)“